Zunächst sind aber Julio und ich am Freitag nach San Cristóbal gefahren, um die zweite Wohnung abzumelden, weil wir die kaum benutzen und die eher verwahrlost als irgendwas anderes. Er allein hat sie jedes Wochenende genutzt, aber wir sind eigentlich kaum in San Cristóbal und wenn dann kommt es billiger als die 100€ im Monat, sich die paar Mal ein billiges Hotel zu nehmen (pro Person zahlt man nur etwa 5€ die Nacht), das man schließlich nicht putzen muss :).
Haben die Nacht dann aber wieder in Comitán verbracht, weil Julio ja samstags arbeiten muss. Sind dann danach am Samstag los nach Tuxtla Gutierrez zum Spiel Puebla gegen Chiapas. Chiapas ist normalerweise eine ziemlich schlechte Mannschaft und Puebla ja eigentlich ziemlich gut und Julios gesammte Familia ist schon immer Puebla-Fan gewesen, doch am Samstag war's echt mies. Hatten uns beide blau-weiße Puebla-Trikots angezogen und vielen somit unter den Jaguares-Fans (Chiapas), die ein Müllabfuhr-ähnliches Orange tragen ziemlich auf. Und letztendlich hat Puebla 0-5 verloren. Das Spiel war echt mies, dabei hätte das Ergebnis eher umgekehrt sein müssen. Sind noch vor Spielende unter Buh-Rufen gegangen, hätte am liebsten das Trikot wieder ausgezogen :). Waren dann abends noch Sushi essen (diese Sushi-Kette, die ich schon in Puebla gern hatte, gibt es nur in Tuxtla Gutierrez) und dann aber recht früh ins Bett.
Am nächsten Morgen (Sonntag) sind wir dann zum Busbahnhof gefahren, wo wir Veronika und Philipp abgeholt haben. Die zwei waren schon 2 Stunden früher angekommen als geplant, aber ihre SMS war bei uns nicht angekommen (deutsche Handykarte). Wir sind erstmal frühstücken gegangen beim Einkaufszentrum, wo Julio und ich danach noch ein paar Besorgungen machen mussten (Klamotten, Küchengeräte, Kratzbaum für die Katze etc. etc.), während Veronika und Philipp in den Zoo gegangen sind, der wohl auch recht interessant war. Danach sind wir ins Nachbardort Chiapa de Corzo gefahren, wo die Rundfahrten in den Cañon del Sumidero stattfinden. Hier hatte der starke Regenfall der vergangenen Woche seine Spuren hinterlassen, das Wasser war um 6 Meter angestiegen und hatte Restaurants, die direkt am Ufer standen, überschwemmt (siehe Bild:)
Diese Bootsfahren dauern normalerweise 2 Stunden und man fährt bis in 1 km hohe Schluchten fährt, allerdings haben wir vorher noch was gegessen und ein paar Bierchen getrunken als wir erfuhren, dass das letzte solcher Boote schon um 16 Uhr fahren würde und das auch nur, wenn es sich vollständig füllen würde. Es war schon 15:50, also keine Chance mehr auf ein solches. Alternativ wurden nur noch wesentlich kürzere Fahrten zu weniger spektakulären Stellen angeboten, wozu wir uns dann entschlossen. War auch ganz lustig aber etwas schade. Ich hab ja allerdings noch öfter die Gelegenheit, endlich den Cañon zu sehen, was ich schon seit langem gerne möchte :). Bald bald - und spätestens beim nächsten Besuch :).
Sind dann wieder nach Comitán gefahren und haben die Nacht in unserer Wohnung geschlafen. Unser Gästezimmer ist somit eingeweiht worden. Am nächsten Tag ist Julio zur Arbeit gefahren, während wir anderen 3 gefrühstückt haben und dann los zu den Wasserfällen "Cascadas El Chiflón" gefahren sind. Hatte gar nicht gewusst, dass ich schon bei diesen gewesen war, ich hatte gedacht, das wären andere gewesen, wo ich schonmal gewesen bin :). Dort ist schon wieder eine ganz andere Klimazone, eher Dschungelmäßig, extrem heiß und schwül, während es hier in Comitán immer leicht windig und frisch ist, wenn man nicht in der Sonne ist. Sind hoch zum Wasserfall gestiegen, was recht anstrengend ist bei den Klimaverhältnissen und leider war der Wasserfall diesmal besonders "dampfig" oder wie man das ausdrücken mag - jedenfalls hat man nicht so viel gesehen, aber nett war's trotzdem :).
Danach gings weiter in die andere Richtung, die Pyramiden haben wir uns gespart, da wir alle nicht solche Pyramiden-Fans sind und sind gleich weiter zu den Lagos de Montebello, wo ich mittlerweile das dritte Mal war :). Dort bringt man aber auch jeden Touri hin, der nach Chiapas kommt. Wir hatten tolles Wetter, zum ersten Mal seit langem hat es nachmittags nicht geregnet, es war total sonnig und wir waren auch inzwischen wieder in unserer normalen Comitán-Klimazone, also nicht so schwül.